Gassigänger gesucht

und gefunden

Romantische Lichtstimmung im Wald mit Gassigänger als Schatten

Romantische Lichtstimmung im Wald mit Gassigänger als Schatten

Ich gebe zur, ich bin keiner dieser Fotografen, die das Haus nie ohne ihre Kamera verlassen. Für den Fall der Fälle habe ich ja immerhin das Handy dabei. Aber manchmal gehe auch ich, mit oder ohne konkretes Ziel, mit der Kamera spazieren. Und so war es diesem Freitag im Oktober. Es hatte den ganzen Tag leicht geregnet und passend zum Feierabend im Büro hörte es plötzlich auf. Ich zögerte nicht lange, packte meine Kamera und macht mich auf in den Wald. Was mich dort erwartete, hätte ich allerdings so nicht planen können.


Kaum dort angekommen, brach nämlich auch noch die Sonne durch die Wolken und sorgte dafür, dass die feinen Tropfen das Regens nun als Dunst oder Nebel aufstiegen. Zusammen mit den dadurch sichtbaren Sonnenstrahlen verwandelte dieses Wetter den Wald in einer einzigartige Traumlandschaft. Zuerst stürzte ich mich auf die feinen Wildgräser, die von großen Tropfen geschmückt im Licht funkelten. 

Wildgräser mit Wassertropfen im Wald

Wildgräser mit Wassertropfen im Wald

Wildgräser mit Wassertropfen im Wald

Wildgräser mit Wassertropfen im Wald

Dann nahm ich die Sonnenstrahlen wahr, die durch die Kronen der Bäume brachen und begann mich darauf zu fokussieren. Ich lief die Waldwege entlang, getrieben von immer neuen Formen und Kombinationen zwischen Dunst und Licht und hoffte innerlich einfach, dass ich nachher den Weg auch wieder zurück finden würde. 

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

An einer Wegkreuzung blieb ich länger stehen, versuchte die Sonnenstrahlen in ihrer vollen Pracht einzufangen und dachte bei mir, wie ärgerlich es doch war, dass ich jetzt kein Hochzeitspaar dabei hatte. Eine Silhouette auf dem Weg, ein sich küssendes Paar als Schatten oder zwei Spaziergänger Hand in Hand. Genau das fehlt noch. 


Und dann geschah das, was normalerweise NIE passiert. Wie aus dem Nichts tauchte eine Person mit Hund auf dem Weg auf. Es blieben nur wenige Sekunden - zu Hause sollte ich feststellen, dass ich sie auch nur auf einem einzigen Bild erwischt hatte. Doch da war sie, die Silhouette mitten in den Sonnenstrahlen. 

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Als der Schatten wenige Sekunden später wieder verschwunden war, machte ich mich langsam auf den Rückweg zum Auto. Unterwegs bleib ich noch ein paar Mal stehen und schoß ein paar weitere Bilder. Doch meine Gedanken kreisten um dieses eine Bild. War die Silhouette wirklich scharf getroffen? Auf dem kleinen Kamera-Display sah es super aus, aber was würde der große Monitor offenbaren?

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Nebel im Wald - einzelne Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume

Aber das Glück hatte mich nicht verlassen. Das Bild war scharf, der Schatten zeichnete sich klar mitten im Dunst ab und ich war begeistert. Und dann kam die große Frage: Wen hatte ich da eigentlich fotografiert? Und wie könnte ich diese Person finden um ihr dieses besondere Bild zukommen lassen zu können? 

Nach einem ersten Post über alle Social Media Kanäle und eine Suchmeldung in allen lokalen Facebook-Gruppen, kam nach nict mal 48 Stunden eine vorsichtige Nachricht einer Bekannten: "Ich glaube, ich weiß, wer das ist!" Und siehe da, viel schneller als ich geglaubt hatte, war die unbekannte Gassigängerin gefunden.


Natürlich habe ich ihr das Bild geschickt und hoffe, sie ist ebenso begeistert wie ich. Ich habe mich jedenfalls mächtig über dieses Happy End gefreut und werde mir zukünftog wohl doch öfter überlegen, ob ich die Kamera auf meine Runden in den Wald nicht doch mal wieder mitnehme. 

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